Sonntag, 23. März 2014

Wohnbau




Zwei grundlegende Probleme des Wohnbaus:
- individuellen Ansprüche des Bauherrn müssen angepasst werden
- Wohnbau in Städten führt zur Urbanisierung (besonders im 19. Jh. erhöhter Bevölkerungszuwachs)


Mietskasernen:

- Veränderung der Baustruktur bereits vorhandener herrschaftlicher Häuser und Gärten -> Letztere werden immer weiter zugebaut
- aber: je weiter nach „hinten“ gebaut wird, desto schlechter wird die Wohnqualität (unangenehme Lautstärke durch Trichterform der Bauten; wenig Licht

- viele Leute wohnen innerhalb einer Wohnung (teilweise bis zu 11 Personen); Wohnung besteht aus einer Stube und der Küche
- meistens noch Untervermietung an andere Leute, welche in der Stube schliefen; eigentliche Familie schläft dann in der Küche
- schnelle Verbreitung von Krankheiten durch Enge, viele Leute, Nichtvorhandensein einer Toilette und schlechte sanitäre Einrichtung


Arbeiterkolonien:

- auch schlechte Verhältnisse, jedoch besser als die Mietskasernen
- bestehend aus einer kleinen Wohnung und einem kleinen Garten
- sehr eng zueinander gebaut; am Stadtrand gelegen, nahe dem Arbeitsplatz, damit der Weg der Arbeiter nicht zu weit war


Wohnsiedlungen:

- entstanden Anfang des 20. Jh.



Le Corbusier – Unité d'Habitation

- nach 2. Weltkrieg: Versuch, angenehmes Wohnen für eine große Anzahl von Bewohnern zu gestalten
- steht in Marseille, Frankreich
- die Unité steht auf Stützen (sehr ungewöhnlich!) und ringsherum ist es grün (Gefühl, im Park zu wohnen!)
  • zwei Wohnungen liegen jeweils verschränkt „übereinander“
  • jede Wohnung besteht aus 1 ½ Etagen
  • schlauchartige Anordnung, klein
  • jeweils ein West- und ein Ostfenster, wegen Sonnenstand
  • Gänge sind künstlich beleuchtet, wirken etwas dunkel
  • Fahrstühle werden für Etagenwechsel verwendet
  • -> von außen sieht es sehr abweisend aus (Sichtbeton), innen wirkt es dagegen sehr schön, da lichtdurchflutet

Wohnungen:
- funktionell: Küche und Essraum sind nur durch Raumteiler getrennt
- niedrig (ca. 2,26m Höhe)
- Variationen in der Grundfläche (z.B. für Einzelpersonen oder auch für Großfamilien geeignet)

- Hotel, Restaurant und diverse Läden
- auf dem Dach: Freizeitanlage mit Schwimmbecken, Laufstrecke, etc.

Konstruktion:
- aus Waben aufgebaut, dann die Fertigelemente „ins Gitter geschoben“



Bilder:

Protokoll: M.M. 2KU2 2013

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